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Ich wollte nur frei sein. Meine Flucht vor der ZwangseheQuelle: AmazonISBN: 3550078587 4,95 EUR
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Features
Beschreibung
Nach dem mittlerweile aufgeklärten Mord an der Deutsch-Türkin Hatin Sürücü, die am 7. Februar 2005 durch drei Schüsse in den Kopf von einem ihrer Brüder getötet worden war, weil sie durch die Scheidung ihrer "Zwangsehe" mit ihrem Cousin die Ehre der Familie gefährdete, sind Zwangsverheiratung und die Erziehung junger Deutsch-Türken hierzulande ein viel beachtetes Thema. Einige Bücher Betroffener sind seitdem vorgelegt worden, die unter anderem von der muslimischen "Tradition" berichten, Töchter und Söhne im Kindesalter einander zu versprechen und noch minderjährig und gegen ihren erklärten Willen zu verheiraten.Zu den bemerkenswertesten dieser Bücher gehört neben Mich hat keiner gefragt der hier angezeigte Titel von Hülya Kalkan. Darin erzählt die in Deutschland geborene Autorin, die man als Kind zwei Jahre in die Türkei verbrachte und dort in eine Koranschule steckte, wie sie der ihr zugedachten Zwangsehe entkam und sich hier in Deutschland die Grundlage für eine selbstbestimmte Existenz schuf. Auch vom Schicksal ihrer Geschwister berichtet Kalkan. Von ihrem Bruder Hakan, der während seines Koranschul-Aufenthaltes in der Türkei von seinem Onkel an einen Baum gebunden und verprügelt wurde, weil er partout nicht der "hodscha" werden mochte, zu dem man ihn bestimmt hatte, und von Sesme und Serkan, die ebenfalls aus ihrer deutschen Heimat zur Zwangserziehung in die türkische Heimat ihrer Eltern verschleppt wurden, um "gute Muslime" aus ihnen zu machen …
Ein aufrüttelndes Buch, das uns zu denken und das Betroffenen Mut machen sollte, sich zu wehren! -- Freia Danz
Kunden Meinungen
Absolut lesenswert!
Datum:28.10.2009 - Rating: 5/5Ich kann nur eines sagen: Ich bin begeistert von dem Buch.
Ich begann es zu lesen und konnte nicht mehr aufhören - und jeder, der das Buch in die Hand genommen hat, dem ging es genau so.
Das Buch ist super interessant und kurzweilig geschrieben. Es regt zum Nachdenken an und schildert ein sehr hartes Thema, über das man(n) sich selten Gedanken macht.
Zwangsehe
Datum:16.09.2009 - Rating: 5/5Ein sehr spannendes aufschlußreiches Buch. Ich würde es vor allen Dingen jungen Frauen empfehlen, es zu lesen.
... und noch eine Beinahe-Zwangsehe-Geschichte
Datum:28.08.2009 - Rating: 1/5Die Geschichte ist weit weniger spektakulär, als der Titel glauben machen will. Authentisch, ja, das ist sie. Leider auch so geschrieben - Stil und Wortwahl sind mehr als schlicht, teils holprig, die vielen überflüssigen Wiederholungen und Erklärungen nerven. Die erwartete Spannung, das Mitleiden bleiben aus - der Leser bleibt eher unberührt. Ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen.
Ich wollte nur frei sein: Meine Flucht vor der Zwangsehe
Ist leider sehr häufig Realität
Datum:24.08.2009 - Rating: 5/5Ich habe von einer muslimischen Kollegin erfahren, dass die Zwangsehe leider immer noch Realität in ihrer Heimat ist.
Sie selbst musste viele alte Wertevorstellungen innerhalb der Familie überwinden, um ihre Partnerwahl selbst treffen zu können.
Ich habe das Buch aufgrund des Titels ausgesucht, weil ich einfach viel mehr über die andere, mir fremde Kultur erfahren wollte.
Manchmal versuche ich auch ein bisschen Verständnis, für die mir vollkommen unbegreiflichen Handlungsweisen, aufzubringen.
Dies fällt mir allerdings nach dem lesen dieses Buches immer schwerer.
Ich kann einwenig Hülyas Mutter verstehen, weil sie selbst in den alten Traditionen ihres Landes und ihrer Familien gefangen ist.
Aber Zeiten ändern sich. Auch Frauen wie Frau Kalkan sollten irgendwann begreifen, dass sie zum Wohle ihres Kindes einen anderen Weg einschlagen müssen.Die Liebe zu unseren Kindern kann viele Hindernisse überwinden.Der Bruch mit allen Traditionen ist ja hierzu garnicht nötig.
Nur leider wird hier dem Leser allzu schnell deutlich, dass Hülyas Mutter in ihrer Borniertheit und dem Labyrinth, dass durch ihre Traditionen führt, die Liebe zu ihrer Tochter verloren hat. Das hat mich besonders betroffen gemacht. Einer Mutter darf dies nie passieren, egal welchem Kuturkreis, oder Religion sie angehört. Sie verliert dadurch auch ihre eigene Indentität, als Frau und Mutter und kann sicher nicht glücklich werden.
Auch wir "modernen Frauen" müssen es lernen umzudenken, wenn unsere Töchter und Söhne erwachsen werden. Auch wir müssen uns damit arrangieren, dass unsere Kinder andere Vorstellungen vom Leben haben, als ihre Eltern. Wobei die Konsequenzen die sich hieraus ergeben, bei weitem nicht so folgeschwer sind, wie die für Hülya und ihre Geschwister. Was mich auch ein wenig befremdet,das der Ehemann und Vater, in der Familie nur eine untergeorndete Rolle spielt, obwohl er viel fortschrittlicher, als seine Frau, denkt; und auch seinen Kindern viel mehr Freiheiten, zugestehen möchte. Er ist nicht in der Lage sich seiner Frau und deren Familie zu widersetzen.
Er lässt seine Kinder mit der Mutter alleine und nimmt all ihre Querelen ihm und seinen Kindern gegenüber, mehr oder weniger, stillschweigend hin.
Auch das seine Ehefrau sich von ihm scheiden lässt, akzeptiert er widerstandslos.
Nach der Scheidung kann er nicht mehr viel positives für seine Töchter und seinen Söhne erreichen.
Ich kann dieses Buch von Hülya Kalkan jedem empfehlen, der bereit ist, sich auf die Lebensweise fremder Kulturen, mit all ihren Widersprüchen zwischen einem modernen, selbstbestimmten Leben und dem Gefangensein in alten Traditionen, einzulassen.
super buch ,
Datum:11.08.2009 - Rating: 5/5tolles buch, ich bin erst bei der hälfte angelangt, und war dann doch etwas geschockt, daß das ganze eher von der mutter des mädchens ausgieng. auf alle fälle lesenswert.
